{"id":285,"date":"2015-02-12T16:28:06","date_gmt":"2015-02-12T15:28:06","guid":{"rendered":"http:\/\/vision.wettintv.de\/?page_id=285"},"modified":"2022-04-11T12:46:50","modified_gmt":"2022-04-11T11:46:50","slug":"please-translate-in-de_de-11-producing-a-featured-film","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/vision-videoschool.eu\/?page_id=285","title":{"rendered":"Grundlagen der Kurz- und Spielfilmproduktion"},"content":{"rendered":"<div class=\"pdfprnt-buttons pdfprnt-buttons-page pdfprnt-top-right\"><a href=\"https:\/\/vision-videoschool.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fpages%2F285&print=pdf\" class=\"pdfprnt-button pdfprnt-button-pdf\" target=\"_blank\" ><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vision-videoschool.eu\/wp-content\/plugins\/pdf-print\/images\/pdf.png\" alt=\"image_pdf\" title=\"PDF anzeigen\" \/><\/a><\/div><h2>Einf\u00fchrung<\/h2>\n<p>Dieses Kapitel handelt von der Produktion eines Spielfilms, entweder in voller L\u00e4nge oder, um den Aufwand geringer zu halten auch in Form eines Kurzfilms (ca. 5 bis 20 min). Entweder Jugendliche nutzen dieses Kapitel, um einen Spielfilm selbst zu produzieren, oder P\u00e4dagogen nutzen das Kapitel um gemeinsam mit Jugendlichen einen Spielfilm zu produzieren.<\/p>\n<table style=\"border-color: #ffffff;\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 33px;\">\n<td style=\"border-color: #ffffff; text-align: left; vertical-align: top;\">\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3206\" src=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/corner_lt.png\" alt=\"corner_lt\" width=\"30\" height=\"33\" \/><\/td>\n<td style=\"border-color: #ffffff;\">\n<h2><span style=\"color: #e3890b;\">Vision <em>in action<\/em><\/span><\/h2>\n<\/td>\n<td style=\"border-color: #ffffff;\">\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3208\" src=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/corner_rt.png\" alt=\"corner_rt\" width=\"30\" height=\"33\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"border-color: #ffffff;\">\n<td style=\"border-color: #ffffff;\"><\/td>\n<td style=\"border-color: #ffffff;\">\n<ul>\n<li>Jeder wei\u00df, was seine Aufgabe im Team ist.<\/li>\n<li>Alle, die am Dreh beteiligt sind, kennen das Drehbuch und das Storyboard.<\/li>\n<li>Es liegen Drehgenehmigungen f\u00fcr alle Drehorte vor.<\/li>\n<li>Die Technik wurde vor dem Dreh auf ihre Funktion getestet.<\/li>\n<li>Am Set herrscht Ruhe und Konzentration<\/li>\n<li>Es werden ausreichend Pausen w\u00e4hrend der Drehs eingeplant.<\/li>\n<li>Das Filmmaterial wird regelm\u00e4\u00dfig gesichert und gesichtet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td style=\"border-color: #ffffff;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 33px;\">\n<td style=\"border-color: #ffffff; width: 30px; height: 33px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3205\" src=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/corner_lb.png\" alt=\"corner_lb\" width=\"30\" height=\"33\" \/><\/td>\n<td style=\"border-color: #ffffff;\"><\/td>\n<td style=\"border-color: #ffffff; width: 30px; height: 33px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3207\" src=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/corner_rb.png\" alt=\"corner_rb\" width=\"30\" height=\"33\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Equipment und Hilfsmittel<\/h2>\n<ul>\n<li>F\u00fcr den Projektbeginn:\n<ul>\n<li>ein Abspielger\u00e4t um Filme als Diskussionsgrundlage und Inspirationsquelle anzuschauen<\/li>\n<li>eine Whiteboard um Ideen zu sammeln<\/li>\n<li>ein gro\u00dfes\u00a0Papierbanner und selbsklebende Zettel, um den Produktionsprozess zu dokumentieren<\/li>\n<li>Papier, um Synopse, Drehbuch und\/oder Storyboard und Drehplan zu schreiben<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>\u00a0 F\u00fcr die Vorbereitung der Schauspieler und der Drehorte:\n<ul>\n<li>Kost\u00fcme und Make-Up<\/li>\n<li>Requisiten<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>F\u00fcr die Filmmontage:\u00a0Computer mit Schnittsoftware, um den Film zu schneiden<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Hauptteil<\/h2>\n<p>Bei der Produktion eines Spielfilms bleibt normalerweise nichts dem Zufall \u00fcberlassen. Alle Szenenabl\u00e4ufe und Dialoge werden im Drehbuch und im Storyboard festgelegt von den Schauspielern mehrmals vor dem eigentlichen Dreh geprobt. Auch alle Kameraeinstellungen, -schwenks und -fahrten werden exakt\u00a0im Drehbuch und im Storyboard festgelegt.<br \/>\nDamit alles m\u00f6glichst reibungslos von Statten geht, ben\u00f6tigen wir au\u00dferdem einen Plan f\u00fcr die Organisation des gesamten Produktionsprozesses &#8211; von der Idee bis zum fertigen Film. Und einen separaten Drehplan, in dem festgelegt wird, wann, was, wo gefilmt wird, wer daran beteiligt ist und was alles an Technik, Kost\u00fcmen und Requisiten ben\u00f6tigt wird.<br \/>\nDie Produktion eines Spielfilms erfordert demnach zun\u00e4chst die Kenntnis des Kapitels &#8218;Ein Expose, ein Drehbuch, ein Storyboard und einen Drehplan schreiben&#8216;. Aber auch die Kenntnis anderer Kapitel ist f\u00fcr das Gelingen der Produktion eines Spielfilms wichtig: Neben den Grundlagen wie Einstellungsgr\u00f6\u00dfen (in &#8218;Kameragrundlagen&#8216;) und Bildkomposition (in &#8218;Bildkomposition und Farbgebung&#8216;) seien u.a.\u00a0die Kenntnisse f\u00fcr das richtige Strukturieren von Szenen und Einstellungsgr\u00f6\u00dfen (&#8218;Filme richtig strukturieren&#8216;) und die &#8218;Grundlagen der Beleuchtung&#8216; genannt. Je nach qualitativen Anspruch an den Film, ist auch die Kenntnis der Kapitel &#8218;Erweiterte Kamerakenntnisse&#8216; erforderlich.<br \/>\nAuch Kenntnisse f\u00fcr das Aufnehmen\u00a0von Ton (z.B. Dialoge, Ger\u00e4usche, Musik) sind f\u00fcr die Produktion eines Kurzfilms wichtig (&#8218;Ton, Musik und Soundeffekte&#8216;).<br \/>\nDa die Produktion eines Spielfilms schon viele Vorkenntnisse aus unterschiedlichen Bereichen ben\u00f6tigt, werden wir in diesem Kapitel nicht mehr im Detail darauf eingehen.\u00a0Vielmehr wird in diesem Kapitel das Augenmerk darauf gelegt, was das Besondere an der Spielfilmproduktion im Vergleich zu anderen Formaten ist, wie ein typischer Produktionsprozess abl\u00e4uft und was es dabei zu beachten gilt.<br \/>\nSofern ihr noch nicht so viele Kenntnisse habt und ihr von P\u00e4dagogen angeleitet werden, k\u00f6nnen diese euch auch viele Kenntnisse noch w\u00e4hrend des gesamten Projektverlaufs nach und nach vermitteln. Auf diese Weise habt ihr auch gleich direkt einen Bezug zu dem was ihr tut und lernt die Dinge nicht nur theoretisch.<\/p>\n<div class=\"epyt-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\"  style=\"display: block; margin: 0px auto;\"  id=\"_ytid_65008\"  width=\"720\" height=\"405\"  data-origwidth=\"720\" data-origheight=\"405\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/z9NdPbvZfqA?enablejsapi=1&#038;origin=https:\/\/vision-videoschool.eu&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=0&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;hl=de_DE&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Communicate! (von t\u00fcrkischen Projektteilnehmern an VISION)<\/em><\/p>\n<h3>Typischer Ablauf einer Spielfilmproduktion<\/h3>\n<ol>\n<li>\n<h5>Teambildung<\/h5>\n<p>Zun\u00e4chst solltet ihr Euch \u00fcber die Rollenverteilung aller Projektbeteiligten klar werden, d.h. wer \u00fcbernimmt welche Aufgaben in Eurer Projektgruppe. Es kann auch ein Projekteilnehmer mehrer Aufgaben \u00fcbernehmen oder mehrere Teilnehmer k\u00f6nnen eine Aufgabe aufteilen\u00a0oder ihr k\u00f6nnt auch die Aufgaben wechseln, sofern dies den Produktionsablauf nicht behindert. Folgende Aufgaben\u00a0gilt es bei der Produktion eines Spielfilms normalerweise zu besetzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hauptverantwortliche(r) f\u00fcr die Organisation des gesamten Produktionsablaufs: Jugendliche alleine oder mit Unterst\u00fctzung von P\u00e4dagogen<\/li>\n<li>Drehbuchschreiber: w\u00e4hlt\/w\u00e4hlen eine bekannte Geschichte als Grundlage f\u00fcr die Filmhandlung aus oder Erfinden eine eigenen Geschichte; erarbeiten Expos\u00e9, Drehbuch, Storyboard und Drehplan<\/li>\n<li>Schauspieler<\/li>\n<li>Schauspieltrainer (Teilnehmer oder Theaterp\u00e4dagoge)<\/li>\n<li>Verantwortliche f\u00fcr Kost\u00fcme und Make-Up<\/li>\n<li>&#8222;Locationscouts&#8220;, die nach geeigneten Drehorten suchen<\/li>\n<li>Verantwortliche f\u00fcr\u00a0Requisiten<\/li>\n<li>Verantwortliche f\u00fcr die Organisation der Drehtage<\/li>\n<li>Regisseur\/-in: probt mit den Schauspielern, f\u00fchrt die Regie, leitet den Cutter beim Filmschnitt an<\/li>\n<li>Regieassistenz: hilft dem Regisseur und\u00a0\u00fcberpr\u00fcft u.a. beim Dreh, ob sich alle an die Anweisungen im Skript halten<\/li>\n<li>Kameram\u00e4nner und -frauen<\/li>\n<li>Tonm\u00e4nner und -frauen<\/li>\n<li>Beleuchtungsm\u00e4nner und -frauen<\/li>\n<li>Filmcutter<\/li>\n<li>Jemand, der f\u00fcr genug Essen und Getr\u00e4nke am Drehort sorgt. Ausreichend Essen und Getr\u00e4nke sind entscheidend f\u00fcr die Stimmung im gesamten Projekt und beim Drehen!<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es ist generell wichtig, dass die Zusammenarbeit im Team gut funktioniert und dass m\u00f6glichst immer eine gute Stimmung im Team herrscht. Achtet immer darauf, wie es euch\u00a0w\u00e4hrend der\u00a0Arbeit im Projekt geht und redet dar\u00fcber, wenn ihr euch unwohl f\u00fchlt. Ihr k\u00f6nnt auch den gesamten Produktionsprozess unterbrechen, wenn ihr denkt, dass Probleme im Team ausdiskutiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>\n<h5>Organisation des gesamten Produktionsprozesses<\/h5>\n<p>Nachdem die Rollen im Team verteilt sind, solltet ihr euch einen \u00dcberblick \u00fcber den gesamten Produktionsprozess verschaffen und alle Arbeitsschritte und deren Verantwortliche in den nun folgenden Phasen des Produktionsprozesses festlegen. Ihr k\u00f6nnt daf\u00fcr beispielsweise eine gro\u00dfes Banner aus Papier an eine Wand h\u00e4ngen und dort alle Arbeitsschritte in ihrer zeitlichen Abfolge dokumentieren. Ihr k\u00f6nnt auch alle Arbeitsschritte und deren Verantwortliche auf selbstklebenden Zettel notieren und sie dann den jeweiligen Arbeitsphasen zuordnen. Auf diese Weise k\u00f6nnt ihr sp\u00e4ter auch\u00a0noch Arbeitsschritte in andere Phasen verschieben.<br \/>\nDie\u00a0Hauptverantwortlichen f\u00fcr die Organisation m\u00fcssen von allen Beteiligten \u00fcber den Fortlauf des Projekts in Kenntnis gesetzt werden und sich auch regelm\u00e4\u00dfig bei allen Beteiligten \u00fcber die Projektfortschritte erkundigen.<br \/>\nAm besten es gibt zu Beginn und Ende jedes Drehtages eine gemeinsame Besprechung aller Beteiligten, bei der ihr euch \u00fcber den aktuellen Stand eures Filmprojekts austauscht.<\/li>\n<li>\n<h5><strong>Suche nach einer geeigneten Geschichte oder Entwicklung einer eigenen Geschichte<br \/>\n<\/strong><\/h5>\n<p>Im Unterschied zu einem Dokumentarfilm, dessen Attraktivit\u00e4t zu einem Teil darin besteht, dass der Zuschauer authentische Aufnahmen zu sehen bekommt (oder dies im zumindest so vermittelt wird), handelt es sich bei einem Spielfilm um eine reine Inszenierung, deren Attraktivit\u00e4t stark von der Handlung, also auch der Geschichte, die dem Film zugrunde liegt, abh\u00e4ngt. Ob eine Geschichte bei den Zuschauern wirklich ankommt, h\u00e4ngt nat\u00fcrlich von deren Interessen ab und es ist sehr schwierig diesbez\u00fcglich Aussagen zu treffen.<br \/>\nSofern ihr keine thematische Vorgabe habt, seid ihr in der Wahl der Geschichte f\u00fcr Euren Spielfilm v\u00f6llig frei und k\u00f6nnt Euch fragen, was ihr selbst gerne f\u00fcr eine Geschichte verfilmen und im Kino sehen w\u00fcrdet. Aber selbst mit einer thematischen Vorgabe, wie z.B. f\u00fcr einen Wettbewerb, bleiben\u00a0meist noch viele Freir\u00e4ume f\u00fcr Eure eigenen Ideen.<br \/>\nFragt euch, welche Themen es gibt, die Euch bewegen, die ihr spannend findet, und denen momentan in den Medien oder im Kino vielleicht nur wenig Beachtung geschenkt wird.<br \/>\nIhr k\u00f6nnt entweder Geschichten verfilmen, die ihr schon kennt, oder auch bekannte Geschichten abwandeln. Oder ihr denkt euch eine v\u00f6llig neue Geschichte aus.<br \/>\nUm mit der Entwicklung eines Drehbuchs vertraut zu werden, hilft es, sich verschiedene Filme anzuschauen und dar\u00fcber zu diskutieren oder sie sogar zu analysieren (siehe Kapitel &#8218;Analyse von Filmhandlung und Protagonisten&#8216;).<br \/>\nWenn ihr einen hohen Anspruch an die Authentizit\u00e4t der Geschichte habt oder ein Thema m\u00f6glichst tiefgr\u00fcndig in eurem Drehbuch behandeln wollt, solltet ihr auch zu dem jeweiligen Thema recherchieren und\/oder mit Menschen sprechen, die schon Erfahrung mit dem Thema gemacht haben.<br \/>\nBei der Auswahl der Geschichte solltet ihr bereits darauf achten, wie gro\u00df der Aufwand f\u00fcr deren Verfilmung ist: Wie viele Schauspieler und was f\u00fcr Typen werden f\u00fcr die Besetzung der Rollen ben\u00f6tigt? An welchen Drehorten spielt der Film und kennt ihr solche Orte in Eurer N\u00e4he und wie leicht sind diese zug\u00e4nglich? Welchen Aufwand bereiten Kost\u00fcme und Requisiten?<br \/>\nDa Spielfilme in voller L\u00e4nge einen enormen Aufwand bedeuten (bei einem professionellen Film werden ca. 5 min oder sogar weniger pro Tag gedreht), bietet es sich f\u00fcr euch an erstmal nur einen Kurzfilm (ca. 5 bis 20 min) zu produzieren.<\/p>\n<div class=\"epyt-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\"  style=\"display: block; margin: 0px auto;\"  id=\"_ytid_33344\"  width=\"720\" height=\"405\"  data-origwidth=\"720\" data-origheight=\"405\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/F6JqoAzkkQU?enablejsapi=1&#038;origin=https:\/\/vision-videoschool.eu&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=0&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;hl=de_DE&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><\/div>\n<p class=\"yt watch-title-container\" style=\"text-align: center;\"><em><span id=\"eow-title\" class=\"watch-title \" dir=\"ltr\" title=\"Za prijatelje si je treba \u010das vzet\">Za prijatelje si je treba \u010das vzet (&#8222;<\/span>F\u00fcr Freunde muss man sich immer Zeit nehmen&#8220;) &#8211; (LIJAmedia Slowenien)<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<h5>Ausarbeitung von Expose, Drehbuch und Storyboard<\/h5>\n<p>Falls ihr eine bereits vorhandene Geschichte f\u00fcr Euren Film verwendet, so kann diese schon als Grundlage f\u00fcr Euren Film dienen.<br \/>\nUm eine bereits vorhandene Geschichte irgendwo vorstellen zu k\u00f6nnen, z.B. wenn ihr Geldgeber f\u00fcr Eurer Filmprojekt sucht, ist es gut die Geschichte nochmals in einem Expos\u00e9 k\u00fcrzer zusammenzufassen (Siehe &#8218;Ein Expos\u00e9, ein Drehbuch, ein Storyboard und einen Drehplan schreiben&#8216;)<br \/>\nFalls Ihr Euch eine Geschichte selbst ausdenken m\u00f6chtet, so k\u00f6nnt ihr die Grundidee auch zun\u00e4chst in einem Expos\u00e9 zusammenfassen.<br \/>\nWenn die Schauspieler f\u00fcr euren Spielfilm schon zu Beginn des Projekts feststehen, bietet es sich auch an eine Geschichte zu entwickeln, deren Protagonisten schon zu diesen Schauspielern passen.<br \/>\nUnabh\u00e4ngig davon ob ihr eine bereits vorhandene Geschichte oder eure eigene als Grundlage f\u00fcr den Spielfilm verwendet, folgt auf die Erarbeitung des Expos\u00e9 die Ausarbeitung des Drehbuchs, das bereits f\u00fcr die szenische\u00a0Umsetzung geschrieben wird. Es enth\u00e4lt Angaben zu Drehorten, Requisiten, Kost\u00fcmen, Dialogen und zum Verhalten der Schauspieler.<br \/>\nDie Wahl der passenden Kameraeinstellungen und der Kameraf\u00fchrung, wie z.B. Schwenks oder Kamerafahrten, erfolgt dann im Storyboard. Die Kameraf\u00fchrung ist mindestens genauso entscheidend f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Films wie die Handlung selbst.<br \/>\nDie Art der Kameraeinstellungen und der Kameraf\u00fchrung\u00a0beeinflusst auch, wie wir das Gefilmte wahrnehmen.<br \/>\nIn einer Szene mit viel Action unterstreichen viele Einstellungswechsel die Dynamik der Handlung. Schnelle Kamerabewegungen k\u00f6nnen diese Dynamik noch weiter unterstreichen.<br \/>\nIn einer ruhigen Szene, vermeidet man hingegen meist viele Einstellungswechsel und schnelle Kamerabewegungen.<\/li>\n<li>\n<h5>Suche nach geeigneten Schauspielern, Drehorten, Requisiten und Kost\u00fcmen<\/h5>\n<p>Schon w\u00e4hrend der Ausarbeitung von Drehbuch und Storyboard\u00a0solltet ihr euch schon Gedanken \u00fcber geeignete Drehorte in eurer N\u00e4he und auch Schauspieler in eurer Projektgruppe oder sogar von au\u00dferhalb (z.B. Freunde, Verwandte oder vielleicht sogar Leute, die in ihrer Freizeit oder professionell als Schauspieler t\u00e4tig sind) machen.<br \/>\nVon allen Schauspielern ben\u00f6tigt ihr die Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung von Aufnahmen. Bei minderj\u00e4hrigen Schauspielern m\u00fcssen diese die Erziehungsberechtigten unterschreiben. F\u00fcr die Drehorte m\u00fcsst ihr nat\u00fcrlich Drehgenehmigungen von den jeweiligen Eigent\u00fcmern einholen. Probleme k\u00f6nnte es z.B. geben, wenn ihr in einem Gesch\u00e4ft oder einem Lokal filmen wollt. Nicht immer sind die Eigent\u00fcmer dazu bereit eine Drehgenehmigung zu erteilen. An \u00f6ffentlichen Orten habt ihr auch nie eine 100% Garantie, wie die Umst\u00e4nde sein werden. Beispielsweise m\u00fcsst ihr in einem Lokal mit einem hohen L\u00e4rmpegel durch G\u00e4ste rechnen. Oder mit gro\u00dfem L\u00e4rm durch vorbeifahrende Autos, wenn ihr direkt an einer Stra\u00dfe dreht.<\/p>\n<div class=\"epyt-video-wrapper\"><iframe loading=\"lazy\"  style=\"display: block; margin: 0px auto;\"  id=\"_ytid_65068\"  width=\"720\" height=\"405\"  data-origwidth=\"720\" data-origheight=\"405\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ywJHdD8Xd-A?enablejsapi=1&#038;origin=https:\/\/vision-videoschool.eu&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=0&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;hl=de_DE&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;\" class=\"__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload\" title=\"YouTube player\"  allow=\"fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen data-no-lazy=\"1\" data-skipgform_ajax_framebjll=\"\"><\/iframe><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0<em>Kurzfilm mit mit mittelalterlichen Kost\u00fcmen, Drehorten und Requisiten (\u201cDer M\u00fcller aus Wettin\u201d \/ Teil der Triologie\u00a0&#8222;Wettiner Sagen\u201d- produziert von Nutzern von WTV)<\/em><\/p>\n<p>Requisiten und Kost\u00fcme k\u00f6nnen einerseits von den Projektbeteiligten selbst stammen, andererseits besteht auch die M\u00f6glichkeit Requisiten und Kost\u00fcme in Second Hand L\u00e4den zu kaufen oder auch aus einem Fundus eines Theaters auszuleihen. Sofern ihr Dinge kauft oder ausleiht, macht Euch rechtzeitig \u00fcber Euer Budget Gedanken und behaltet es gut im \u00dcberblick.<br \/>\nWas die letztliche Auswahl der Schauspieler angeht, so sollten diese nat\u00fcrlich von ihrer Erscheinung und ihren Ausdrucksm\u00f6glichkeiten auf die Protagonisten Eurer Geschichte passen. Um herauszufinden, welche Schauspieler f\u00fcr welche Rollen geeignet sind, k\u00f6nnt ihr sie schon mal eine oder auch mehrere Rollen mit dem Text in der Hand vorsprechen lassen und euch\u00a0danach auf Schauspieler und Rollen festlegen.<\/li>\n<li>\n<h5>Ausarbeitung eines detaillierten Drehplans<\/h5>\n<p>Der Drehplan enth\u00e4lt alle organisatorischen Details zum Ablauf der Drehtermine an den verschiedenen Drehorten. Um die Drehorte nur m\u00f6glichst wenig zu wechseln, sollten alle Szenen, die an demselben Drehort spielen, auch gleich hintereinander dort gedreht werden, auch wenn auf diese Weise schon Szenen des Films gedreht werden, die im Handlungsverlauf eigentlich erst sp\u00e4ter kommen.<br \/>\nGerade j\u00fcngeren Schauspielern kann es aber manchmal schwer fallen, sich schon in Szenen hineinzuversetzen, die im Ablauf der Geschichte erst sp\u00e4ter kommen. Dann kann es einfacher sein, die Drehorte auch wirklich in der Reihenfolge aufzusuchen, wie sie im Drehbuch stehen.<br \/>\nBei Au\u00dfenaufnahmen spielt nat\u00fcrlich auch das Wetter eine gro\u00dfe Rolle. Sofern ihr ein bestimmtes Wetter f\u00fcr eine Szene ben\u00f6tigt, k\u00f6nnt ihr die Drehtage anhand der Wettervorhersage planen. Eine 100%ige Garantie, dass diese Wetter auch eintritt, gibt es nat\u00fcrlich nicht. Schwierig wird es auch dann, wenn ihr eine Szene \u00fcber mehrere Stunden oder sogar mehrere Tage drehen wollt und das Wetter oft wechselt.<br \/>\nWenn ihr bei Regen drehen wollt oder ihr keine andere Wahl habt, achtet darauf die Technik vor Regenwasser zu sch\u00fctzen. F\u00fcr Kameras gibt es beispielsweise spezielle Regen\u00fcberz\u00fcge. Ansonsten k\u00f6nnt ihr Euch auch mit Folien und Klebeband und Schirmen behelfen.<br \/>\nAuch das Licht ver\u00e4ndert sich im Laufe des Tages. Am besten ist es im Laufe des Vormittags oder des Nachmittags zu drehen. Vermeidet in jedem Fall die Mittagssonne.<br \/>\nEine besonders sch\u00f6ne Lichtstimmung herrscht meist in der Goldene Stunde &#8211; die Stunde nach dem Sonnenaufgang und die Stunde vor dem Sonnenuntergang. Ihr solltet euch nat\u00fcrlich vorher \u00fcberlegen, ob eine sch\u00f6ne Lichtstimmung \u00fcberhaupt zu der jeweiligen Szene in eurem Film passt!<br \/>\nDenkt auch daran, gen\u00fcgend Pausen in den Drehplan einzubauen. Drehen ist f\u00fcr alle Beteiligten sehr anstrengend und es ist niemand geholfen, wenn ihr nach dem ersten Drehtag schon total ersch\u00f6pft seid.<\/li>\n<li>\n<h5>Schauspielproben, Proben der Kameraf\u00fchrung und weiterer Bewegungsabl\u00e4ufe<\/h5>\n<p>Bevor es zum eigentlichen Dreh kommt, ist es gut, wenn die Schauspieler bereits den Text auswendig k\u00f6nnen und die einzelnen Szenen geprobt haben. Schauspieler mit Erfahrung k\u00f6nnen meist schon alleine oder mit Hilfe von Freunden proben. Schauspielanf\u00e4nger k\u00f6nnen die Unterst\u00fctzung durch einen Teilnehmer mit mehr Schauspielerfahrung oder durch einen Theaterp\u00e4dagogen ben\u00f6tigen. Auch der Regisseur sollte bei den Schauspielproben anwesend sein und die Schauspieler anleiten.<br \/>\nDie Kameram\u00e4nner und -frauen sollten sich schon vor dem Dreh mit den ben\u00f6tigten Kameraeinstellungen und -bewegungen vertraut machen und diese ggf. auch trocken \u00fcben.<br \/>\nAuch die Tonm\u00e4nner und -frauen k\u00f6nnen sich im Vorfeld anhand des Storyboards schon Gedanken dar\u00fcber machen, wo sie sich selbst und die Tonangel am Drehort positionieren k\u00f6nnen, damit diese einerseits nah genug an den Schauspielern dran ist, andererseits aber nat\u00fcrlich nicht im Bild zu sehen\u00a0und auch keine Schatten wirft. Auch alle anderen technischen Ger\u00e4te und Beteiligten am Set d\u00fcrfen nat\u00fcrlich keine st\u00f6renden Schatten werfen.<\/li>\n<li>\n<h5>Der Filmdreh<\/h5>\n<p>Damit die Drehtage m\u00f6glichst reibungslos ablaufen, ist es wichtig, dass jeder wei\u00df was er zu tun hat und sich auch an die Anweisungen des Regisseurs oder der Regisseurin h\u00e4lt.<br \/>\nEs ist vielleicht gegen euer Empfinden von gemeinschaftlicher Zusammenarbeit, wenn eine Person, n\u00e4mlich der oder die Regisseurin, das Sagen am Set hat und alle anderen ihm oder ihr Folge leisten sollen. Im Bereich der Filmproduktion hat sich diese hierarchische Arbeitsweise aber als die zielf\u00fchrendste erwiesen, da am Set\u00a0nur wenig Zeit ist um\u00a0Entscheidungen langwierig auszudiskutieren.<br \/>\nDie hierarchische Arbeitsweise liegt aber nicht nur darin begr\u00fcndet, dass man sich Diskussionen am Set erspart, sondern, dass es sich auch bei der Regie um eine k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeit handelt, die die einheitliche Handschrift des Regisseurs bzw. der Regisseurin tragen sollte.<br \/>\nWichtig ist aber, dass der oder diese Regisseurin auch trotz seinem Recht Ansagen am Set machen zu d\u00fcrfen, f\u00fcr \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge offen bleibt und sich nach der Arbeit am Set alle wieder auf gleicher Augenh\u00f6he bewegen.<br \/>\nWenn der oder die Regisseurin oder die Regieassistenz von allen Beteiligten ein &#8222;Bereit!&#8220; erhalten hat, kann er oder sie das Signal zum Dreh geben (z.B. &#8222;3, 2, 1, Action!&#8220;) Manche Kameras ben\u00f6tigen ein bis zwei Sekunden, bis sie auch wirklich aufnehmen, das solltet ihr ber\u00fccksichtigen.<br \/>\nBevor die Schauspieler aber wirklich mit dem Spiel beginnen erfolgt zun\u00e4chst die Filmklappe, z.B. durch die Regieassistenz. Die Filmklappe wird anhand des Drehplans mit der Nummer der Szene und des jeweiligen Takes beschriftet und wird nach dem Signal zum Beginn der Aufnahme von der Kamera gefilmt. Sie sollte sich ungef\u00e4hr im Abstand des Schauspielers oder des Objekts von der Kamera befinden, den\/das die Kamera in dem Take gleich filmen wird. Auf diese Weise befindet sich die Filmklappe in der Sch\u00e4rfe und man kann den Text darauf gut lesen.<br \/>\nDass die Filmklappe sich im Abstand zu dem zu filmenden Schauspielers oder Objekt befindet, ist besonders auch dann wichtig, wenn ihr mit Autofokus filmt. Sonst stellt die Kamera zun\u00e4chst die Filmklappe scharf und dann den Schauspieler bzw. ein Objekt, das ihr filmen wollt, und die ersten Sekunden der Aufnahme, die sp\u00e4ter im Schnitt Verwendung finden sollen, sind unscharf.<br \/>\nAu\u00dferdem kann derjenige, der die Filmklappe bedient, die Szene und den Take auch laut ansagen. Sowohl die Beschriftung der Filmklappe als auch die deutliche Ansage helfen euch sp\u00e4ter beim Schnitt enorm, die passende Szenen und Takes zu finden. Au\u00dferdem erleichtert die Filmklappe sp\u00e4ter die Synchronisation mehrerer\u00a0Kameras und Tonaufnahmeger\u00e4te bei der Montage des Films, da sie sowohl im Bild (der Frame, wenn die Klappe gerade zugeklappt wurde) als auch im Ton (Klappger\u00e4usch) eine Synchronisationsmarke setzt.<br \/>\nDie Regieassistenz \u00fcberpr\u00fcft, ob Dialoge, Handlung, Kameraf\u00fchrung etc. dem Storyboard entsprechen.\u00a0Auch wenn im Storyboard normalerweise Handlung, Dialoge und Kameraf\u00fchrung festgelegt wurde, sollte der Regisseur \/ die Regisseurin dennoch f\u00fcr spontane \u00c4nderungen und Einf\u00e4lle offen bleiben, die sich erst beim Dreh ergeben k\u00f6nnen. Sonst besteht die Gefahr, dass Kreativit\u00e4t und Spontanit\u00e4t zu sehr eingeschr\u00e4nkt werden, was die Lebendigkeit des Films negativ beeintr\u00e4chtigen kann.<br \/>\nNach dem ersten Drehtag k\u00f6nnt ihr besser einsch\u00e4tzen, wie realistisch das Zeitma\u00df, das ihr euch f\u00fcr die Produktion eures Films gegeben habt, ist und k\u00f6nnt ggf. noch mehr Drehtage einplanen oder den Drehplan straffen. Nat\u00fcrlich kann das Zeitpensum f\u00fcr den Dreh einer Szene immer variieren, je nachdem welche Schwierigkeiten an einem bestimmten Drehort auf Euch zukommen. Z.B. kann es technische Probleme geben, oder eine Szene muss sehr oft wiederholt werden, weil die schauspielerische Leistung oder auch die Kameraf\u00fchrung noch nicht zufriedenstellend war. Stellt aber nicht allzu sehr hohe Anspr\u00fcche, sonst kann es auch schnell passieren, dass den meisten die Lust am Filmen vergeht!<\/li>\n<li>\n<h5>Sichtung des gefilmten Materials (schon w\u00e4hrend des Drehs)<\/h5>\n<p>Ihr solltet au\u00dferdem das gefilmte Material schon im Verlaufe eines Drehtages auf einem Computer abspeichern und auf einem Bildschirm sichten, um sicherzustellen, dass auch wirklich alles so gefilmt wurde, wie ihr euch das vorgestellt habt. Wie schon erw\u00e4hnt, ist es auch schwierig nochmal die gleichen Voraussetzungen am Set zu schaffen, wenn man erst am Ende des Drehtages oder noch sp\u00e4ter bemerkt, dass eine Szene nochmal nachgedreht werden muss. Achtet bei der Sichtung darauf, dass sowohl alle technischen Aspekte (z.B. Helligkeit und Kontrast des Bildes, Farbtemperatur, Tonqualit\u00e4t) als auch die gestalterischen Aspekte (z.B. Einstellungsgr\u00f6\u00dfen, Kamerabewegungen, schauspierlische Leistung) euren Anspr\u00fcchen gen\u00fcgen.<\/li>\n<li>\n<h5>Filmmontage<\/h5>\n<p>Nachdem ihr alles Material auf einem Speichermedium gesichert habt und auch noch mindestens eine Sicherungskopie davon gemacht habt, solltet ihr euch wie immer zuerst einen \u00dcberblick \u00fcber das gesamte Material verschaffen und dieses auch schon im Dateibrowser (z.B. Windows-Explorer) vorstrukturieren. Zun\u00e4chst solltet ihr das Material wieder in die Reihenfolge bringen, wie es das Drehbuch vorsieht. Takes von denen ihr ganz sicher seid, dass ihr sie nicht brauchen werdet, k\u00f6nnt ihr bereits jetzt schon z.B. in Unterordner &#8222;Outtakes&#8220; im jeweiligen Ordner der Szene aussortieren (aber nicht l\u00f6schen!). Dann habt ihr sp\u00e4ter in der Schnittsoftware schon weniger Clips.<br \/>\nWenn ihr eine Szene mit mehreren Kameras gleichzeitig gefilmt habt, k\u00f6nnt ihr jeweils eine Kamera einer Videospur zuordnen und die gerade passende Einstellung in der Szene w\u00e4hlen (siehe &#8218;Filmschnitt&#8216;). Je nach Dynamik, die ihr durch den Schnitt erzeugen wollt und die nat\u00fcrlich im Zusammenhang zur Handlung stehen sollte, k\u00f6nnt ihr weniger oder mehr\u00a0Schnitte setzen.<br \/>\nIhr m\u00fcsst Euch nicht zwangsl\u00e4ufig an die Szenenabfolge im Drehbuch halten, wenn ihr den Eindruck habt, eine Ab\u00e4nderung der Szenenabfolge (z.B. bei einer Parallelmontage mehrerer Handlungsstr\u00e4nge), verbessert die Dramaturgie des Films.<br \/>\nEs k\u00f6nnen nur zwei Personen gleichzeitig an einem Schnittcomputer arbeiten. Das sind normalerweise der Regisseur oder die Regieassistent und ein Cutter. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen auch die anderen Projektbeteiligten ihre Meinung zum Schnitt abgeben, aber wie auch beim Dreh ist es das Beste, wenn nur eine Person f\u00fcr den Schnitt die Hauptveratnwortung tr\u00e4gt. Nachdem ihr mit dem Schnitt fertig seid, solltet ihr den Film in dieser Fassung auch Au\u00dfenstehenden verschiedener Altersgruppen zeigen, die das Drehbuch nicht kennen. Auf diese Weise k\u00f6nnt ihr euch vergewissern, dass der Film auch ohne Vorwissen gut verst\u00e4ndlich ist.<br \/>\nNach dem Schnitt des Videomaterials erfolgt die Nachvertonung. Ihr k\u00f6nnt z.B. eine Erz\u00e4hlerstimme aus dem Off in Euer Filmprojekt einbauen oder Ger\u00e4usche nachvertonen, damit sie deutlicher zu h\u00f6ren sind, als die Originalger\u00e4usche (z.B. das Quietschen einer T\u00fcr). Ihr k\u00f6nnt auch Toneffekte einsetzen und beispielsweise Hall einsetzen, um den Raumeindruck in einer Szene zu ver\u00e4ndern. So kann man z.B. aus einem ganz normalen dunklen Zimmer eine gro\u00dfe H\u00f6hle machen.<br \/>\nNat\u00fcrlich hat auch die Musik einen enormen Einfluss auf die Stimmung in einer Szene und ihr sollte euch gut \u00fcberlegen welche Art von Musik ihr wann einsetzt, damit diese auch wirklich zur gezeigten Handlung passt (Siehe mehr zum Thema Nachvertonung im Kapitel &#8218;Sound, Musik und Sound-Effekte&#8216;!).<br \/>\nNachdem auch die Nachvertonung beendet wurde, k\u00f6nnt ihr euch auch noch daran machen, Farbkorrekturen am Videomaterial vorzunehmen, damit dieses im\u00a0ganzen Film einheitlich wirkt. Auch die Tonpegel aller Tonspuren werden normalerweise nocheinmal verfeinert.<br \/>\nNat\u00fcrlich geh\u00f6rt zu einem richtigen Spielfilm auch ein Vorspann und ein Abspann in dem alle Beteiligten und ggf. auch Sponsoren erw\u00e4hnt werden. Diese k\u00f6nnt ihr in Adobe Premiere Elements \u00fcber die sog. Titel umsetzen (Siehe Kapitel &#8218;Filmschnitt&#8216;).<br \/>\nWenn noch Zeit bleibt, k\u00f6nnt ihr auch noch die witzigsten Pannen bei den Drehs zusammenschneiden und die sog. &#8222;Outtakes&#8220; produzieren. Bei manchen Filmdrehs wird auch der Dreh an sich mit einer Kamera dokumentiert und daraus ein sog. &#8222;Making Of&#8220; produziert.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>H\u00e4ufige Fehler<\/h2>\n<ul>\n<li>Projektteilnehmer halten sich nicht an Abmachungen und der Dreh wird dadurch behindert<\/li>\n<li>B\u00e4nder oder Speicherkarten werden nicht ordnungsgem\u00e4\u00df beschriftet, nicht nach einer klaren Struktur abgespeichert oder im schlimmsten Fall gar nicht gesichert.<\/li>\n<li>Schauspieler haben keine Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung von Aufnahmen<\/li>\n<li>Schauspieler vergessen ihre Filmkleidung oder Kost\u00fcme zu Hause<\/li>\n<li>Es liegen keine Drehgenehmigungen von Drehorten vor<\/li>\n<li>Projektteilnehmer kennen das Drehbuch w\u00e4hrend des Drehs nicht gut genug.<\/li>\n<li>Tonangel oder andere Technik ist im Bild zu sehen<\/li>\n<li>Schattenwurf, z.B. durch Kamera oder Personen, die am Set stehen, ist im Bild zu sehen<\/li>\n<li>Anschlussfehler: Eine Bewegung in einer Einstellung setzt sich nicht kontinuierlich in der n\u00e4chsten Einstellung fort (z.B. Person l\u00e4uft von links nach rechts im Bild in der einen Einstellung und steht bereits in der n\u00e4chsten Einstellung)<\/li>\n<li>nicht identische Kleidung oder abweichender Haarschnitt eines Schauspielers\u00a0in einer Szene, weil sie an mehreren Drehtagen gedreht wurde<\/li>\n<li>es werden nicht ausreichend Pausen gemacht und es tritt schnell Ersch\u00f6pfung ein<\/li>\n<li>der Regisseur \/ die Regisseurin verlangt zu viel von Schauspielern und Filmteam und die Motivation sinkt<\/li>\n<li>es liegen keine Urheberrechte f\u00fcr Ger\u00e4usche oder Musik vor, die in den Film einflie\u00dfen sollen, und der Film kann nicht ver\u00f6ffentlicht werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Verwandte Themen und Links zu externen Quellen<\/h2>\n<p>Kapitel: <a href=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/?page_id=273\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kameragrundlagen<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/?page_id=118\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bildkomposition und Farbgebung<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/?page_id=258\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Grundlagen der Beleuchtung<\/a> \/\u00a0<a href=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/?page_id=160\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Filme richtig strukturieren<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/?page_id=1296\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein Expos\u00e9, ein Drehbuch, ein Storyboard und einen Drehplan schreiben<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/?page_id=172\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ton, Musik und Soundeffekte<\/a> \/\u00a0<a href=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/?page_id=901\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erweiterte Kamerakenntnisse<\/a> \/\u00a0<a href=\"https:\/\/vision.wettintv.de\/?page_id=213\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Analyse von Dramaturgie\u00a0und Protagonisten<\/a><\/p>\n<h2>Arbeitsweise mit Jugendlichen<\/h2>\n<p>Bei der Auswahl des Themas oder der Geschichte, sollten die Interessen der Projektbeteiligten im Vordergrund stehen. Versuchen sie gemeinsam mit den Jugendlichen herauszufinden, welches Thema oder welche Geschichte, sie am meisten begeistert um eine m\u00f6glichst hohe Motivation f\u00fcr deren filmische Umsetzung zu erhalten.<br \/>\nDer Anspruch, der an die Qualit\u00e4t des Films gestellt wird, h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab. Zun\u00e4chst ist da nat\u00fcrlich das Alter und die Vorerfahrung der Beteiligten im Filmbereich. Auch die technischen Mittel k\u00f6nnen gro\u00dfe Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Feststehen sollte auch die p\u00e4dagogische Intention: Handelt es sich um ein Projekt, bei dem sie den Arbeitsprozess und den Lernzuwachs in den Mittelpunkt stellen m\u00f6chten? Oder wird angestrebt ein bestimmtes qualitatives Niveau, z.B. um einen Wettbewerb zu gewinnen, zu erreichen? Achten sie darauf, dass sich die Teilnehmer \u00fcberfordert noch unterfordert f\u00fchlen. Beides f\u00fchrt auf lange Sicht zu Demotivation. Zeitweise kann aber auch ein von den Teilnehmern als \u00dcberforderung wahrgenommerer Leistungsanspruch von diesen als eine positive Erfahrung wahrgenommen werden, wenn sie r\u00fcckblickend auf ihren Leistungszuwachs reflektieren k\u00f6nnen und letztlich auch mit dem Ergebnis zufrieden sind.<br \/>\nDie Produktion eines, wenn auch nur kurzen, Spielfilms ist sehr aufwendig und erfordert Kompetenzen aus vielen Bereichen vom kreativen Schreiben, Schauspiel bis hin zu Kameraf\u00fchrung und zu Sozialer Kompetenz, wie Teamf\u00e4higkeit oder F\u00fchrungskompetenz. Neben den\u00a0Kenntnissen und Kompetenzen in Bezug auf die Filmproduktion ist hier nun ganz besonders auch ihre Soziale Kompetenz gefragt, um diesen komplexen Gruppenprozess zu begleiten und rechtzeitig zu reagieren, wenn sie merken, dass Motivation oder Stimmung kippen. Bleiben sie aufmerksam und nehmen sie sich die Zeit, um den Produktionsprozess auch einmal komplett zu unterbrechen, wenn sie merken, dass\u00a0Spannungen unter den Projektteilnehmern herrschen. Machen sie mehrmals am Tag Feedbackrunden, um sich sowohl ein Bild \u00fcber den Produktionsstand des Films als auch \u00fcber Motivation und Stimmung unter den Projektteilnehmern zu machen. Heben sie regelm\u00e4\u00dfig die guten Leistungen und Ergebnisse aller Projektbeteiligten vor und \u00fcben sie nur konstruktive Kritik.<br \/>\nGehen sie in Einzelgespr\u00e4chen individuell auf Projektteilnehmer ein, bei denen sie den Eindruck haben, dass sie sich im Projekt nicht wohlf\u00fchlen. Bleiben\u00a0sie flexibel daf\u00fcr, Teilnehmern andere Rollen im Projekt zu geben, wenn dies deren Motivation zutr\u00e4glich ist.<br \/>\nSorgen sie daf\u00fcr, dass Pausenzeiten eingehalten werden, und machen sie ggf. auch Bewegungsspiele oder Improtheater\u00fcbungen in den Pausen, damit sich die Teilnehmer entspannen k\u00f6nnen. Auch Entspannungs- und Konzentrations\u00fcbungen k\u00f6nnen sehr hilfreich sein.<br \/>\nEine \u00f6ffentliche Vorf\u00fchrung des Films unter Anwesenheit aller Beteiligten und auch deren Freunde und Verwandten ist der kr\u00f6nende Abschluss eines Spielfilmprojekts. Auch hier k\u00f6nnen sie die Beteiligten nocheinmal zu Wort kommen lassen und auf den gesamten Produktionsprozess reflektieren.<\/p>\n<h2>Fachausdr\u00fccke<\/h2>\n<p>Filmklappe, Kost\u00fcme, Requisiten, Make-Up, externer Monitor,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung Dieses Kapitel handelt von der Produktion eines Spielfilms, entweder in voller L\u00e4nge oder, um den Aufwand geringer zu halten auch in Form eines Kurzfilms (ca. 5 bis 20 min). 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